
Urner Jugendliche treiben Sport am Samstagabend
ALTDORF 75 Jugendliche haben erstmals am Projekt Midnight. Point teilgenommen. Der Startschuss ist geglückt. Wenn sich Urner Jugendliche unter 16 Jahren am Samstagabend treffen wollen, hatten sie oft ein Problem: Für Bars und Klubs sind sie noch zu jung. Und sitzen sie irgendwo im öffentlichen Raum, beschweren sich die Nachbarn. Seit Samstag ist diese Lücke geschlossen: In Altdorf ist das Projekt Midnight.Point lanciert worden.
Die Stiftung Idee:Sport öffnet ab sofort jeweils am Samstag von 21 bis 23.30 Uhr die Doppelturnhalle des Kollegi für Jugendliche, die sich sportlich betätigen wollen. Das Angebot wird vorerst in einer viermonatigen Pilotphase getestet, bereichert aber schon an 150 Orten in der Schweiz das Samstagabendprogramm. «Midnight.Point richtet sich insbesondere an Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren und bietet einen Treffpunkt ohne Verpflichtungen», sagt Lorenz Schmidlin von Idee:Sport. Im Gegensatz zu Sportvereinen können die Jugendlichen bei Midnight.
Point einfach mal vorbeischauen und jeden Samstag neu entscheiden, ob sie wieder hingehen möchten. Es ist damit nicht als Konkurrenz zu bestehenden Projekten zu sehen, sondern als Ergänzung. Insgesamt 25 Jugendliche hatten sich bereits im Vorfeld als Coaches für das Projekt gemeldet. Sie werden an den Abenden für die Eingangskontrolle sorgen, Spiele betreuen oder Verpflegung verkaufen. Es braucht weitere Unterstützung Ein Höhepunkt der Eröffnung vom Samstag war das Beatbox-Duell von Patrick Hafner und Ali Evaykizilkaya. Sie gaben am Apero für die geladenen Gäste eine Kostprobe ihres Könnens.
Später begeisterten sie die jugendlichen Teilnehmer in der Turnhalle mit ihrem Auftritt. Bei den Jungen kam das Angebot gut an. Insgesamt 75 Jugendliche schauten vorbei. «Angesichts der grossen Konkurrenz durch das gute Wetter und das Street-Soccer- Turnier in Bürglen sind wir sehr zufrieden», freute sich Schmidlin. Alex Brücket! von der Stiftung Breitensport, die Midnight.Point finanziell unterstützt, betonte: «Die Stiftung hat ihre Gelder mit Überzeugung gesprochen und hofft, dass das Projekt nach den vier Testmonaten weitergeführt wird.
» Dafür müssen weitere Urner Gemeinden überzeugt werden. Bisher unterstützt nur die Gemeinde Altdorf das Projekt. RAHEL ZURFLUH redaktion@urnerzeitung.ch