
Angehende Lehrer und Oberstufenschüler kreieren jeden Sonntag ein anderes Sportprogramm.
Fröhlich flattert die leuchtend rote Fahne im leichten Januarwind. «Open» steht darauf in weissen Lettern. Wer eintritt, den erwarten Sport und Spiel - gratis und betreut. «Wie macht man eine Pirouette, auf was müsst ihr achten?», fragt Mave Velo die Mädchen und den einen Jungen unter ihnen. Die Antwort liefert seine Partnerin Caroline Liechti: «Ihr müsst einen Punkt mit den Augen suchen und diesen fixieren.
Und los gehts, die ganze fröhliche Bande versucht sich nun schwungvoll und elegant um die eigene Achse zu drehen. Die Beine stehen leicht auseinander, und mit den Armen wird Schwung geholt - «das darf man beim Hip-Hop, beim Ballett ist es nicht erlaubt», sagt Tanzlehrer Mave. Und erinnert im nächsten Atemzug die BCinder an den zu fixierenden Punkt: «Vorschauen!», ruft er und lacht. Drei Stunden Bewegung Glückliches Lachen auch bei seinen Eleven - die Schüler haben sichtlich Spass beim «Open Sunday Zug», einem gemeinsamen Projekt der Stadt Zug, der Abteilung Kind Jugend Familie und der Stiftung idee:sport. Jeden Sonntag von 13.30 bis 16.30 Uhr gibt es dieses Angebot von Sport und Spiel in der Turnhalle Schützenmatt am See - für alle Primarschüler der Stadt Zug. Der Eintritt ist frei. Mitbringen müssen die Kinder lediglich Turnbekleidung und Hallenschuhe. «Wir möchten die Kinder weg vom Computer und vom Fernseher holen», sagt Johannes Hegglin, Betreuer beim Open Sunday und künftiger Primarlehrer. «Unser Ziel ist es, dass sie sich drei Stunden lang sehr viel bewegen.» Dafür leisten die zwei Betreuer Johannes Hegglin und Tatjana Bolliger gemeinsam mit ihren Junior- Coaches Eronita und Denisa vollen Einsatz: Jede Woche überlegen die Oberstufenschülerinnen und die künftigen Lehrer, was angeboten wird. Und bauen auf, seien es Barren, seien es Matten, seien es Ringe und Seile, die heruntergelassen werden. Und stillen etwaigen Hunger ihrer Schützlinge - mit einem gesunden Zvieri. «Am liebsten die Ringe» Zusätzlich zu diesem Programm gibts jeden Sonntag ein spezielles Angebot wie gestern den Tanzworkshop der Chamer Tanzschule «Mavement!» 15 Mädchen und zwei Jungen haben die beiden Tanzer in die Halle gelockt. Der achtjährige Gregory Koller erzählt, er sei mindestens schon zum fünfzigsten Mal beim Open Sunday. Sein Freund Fabrizio Polisano, 10 Jahre alt und Burgbach-Schüler wie Gregory, hat beim Mittagstisch vom Angebot gehört und heute «viel Spass» dabei.
Und dann ist da noch die siebenjährige Angela, die «in die erste Klasse zu Frau Müller» geht. Sie mag «am liebsten die Ringe», heute jedoch das Tanzen. «Das ist gar nicht schwierig», meint sie und strahlt.