
Das Jugendprojekt Altendorf ist seit seiner Einführung im Oktober 2009 eine Erfolgsgeschichte. Viel dazu beigetragen hat auch der nun scheidende Stefan Künzle, der das Projekt während zwei Jahren leitete. «Der Abschied fällt mir sehr schwer, da mir die Jugendlichen sehr am Herzen liegen.» Aber er hat erkannt, dass es für einen Projektleiter wichtig ist, jeden Samstag in der Halle sein zu können. «Das konnte ich seit vergangenem Herbst nicht mehr so oft, auch weil ich nicht in der Region wohne. Dadurch ging leider auch etwas die Abwechslung verloren.»
«Es gab viele Highlights»
Während seiner Zeit als Projektleiter habe es sehr viele Highlights mit Teilnehmern gegeben. Besonders gefreut haben ihn die Erfolge mit eher schwierigen Jugendlichen. «Es ist uns gelungen, einige von ihnen von der Strasse in die Halle zu locken und ins Geschehen und die Gruppe zu integrieren.» In den letzten paar Wochen sei es zudem zu einer weiteren positiven Entwicklung gekommen: «Es kommen nun wieder mehrheitlich etwas Jüngere - und die, die kommen, die geben Vollgas.
Doch nicht nur die Arbeit mit den Teilnehmern, auch das ganze Organisatorische sei sehr spannend gewesen. Im Gespräch mit Künzle spürt man denn auch, wie sehr er mit dem Projekt verbunden ist und sich wünscht, dass es erfolgreich bleibt. Aber für ihn sei es nicht mehr möglich, alles unter einen Hut zu bringen, betont er mehrfach.
«Das ganze Projektmanagement ist riesig.»
Organisator im Hintergrund Vereinspräsident Stefan Kälin bedauert den Weggang von Stefan Künzle sehr. «Wr hoffen natürlich, dass wir jemanden finden, der auch längere Zeit bei uns bleibt.» Denn der Erfolg von Midnight Fun stehe und falle mit der Projektleitung. «Wenn wir jemanden aus der Region finden würden, wäre das toll», ergänzt Kälin. Künzle seinerseits glaubt, dass sein Nachfolger unbedingt Ruhe, Gelassenheit, Flexibilität, Kreativität, Freude im Umgang mit Jugendlichen und Mut, um etwas zu wagen, mitbringen muss. «Ich würde ihm den Tipp geben, im Hintergrund alles organisiert zu führen, denn sonst entsteht Verwirrung, die sich auf das Team überträgt.» Es dürfe aber auch kein Typ Mensch sein, der sein eigenes Ding machen möchte und die Jugendlichen aussen vor lässt.
Je länger die beiden «Midnight-Fun-Chefs» diskutieren, desto deutlicher wird, dass es schwierig werden könnte, einen geeigneten Projektleiter zu finden. Bleibt zu hoffen, dass das Vorzeige-Jugendangebot der March nicht zuletzt wegen der Suche nach einem neuen Projektleiter nicht zu scheitern beginnt.